Politik am Meer – Kursfahrt nach Marseille
18.07.2026, Politische Wissenschaften
Politik zwischen Palmen und Graffiti. Passt das überhaupt zusammen? Genau das
wollten wir auf unserer Kursfahrt nach Marseille herausfinden. Anstatt über Politik nur im Unterricht zu sprechen, konnten wir in Marseille erleben, wie politische Themen mitten im Alltag sichtbar werden – auf der Straße, an Gebäuden und sogar auf Stickern und Graffitis im Stadtbild. Gleichzeitig lernten wir in der Woche die Stadt, das Meer und die französische Kultur besser kennen.
Unsere Reise begann am Sonntag in Berlin. Mit dem Zug fuhren wir zunächst nach
Frankfurt. Von dort ging es mit dem Nachtzug weiter nach Marseille. Die Fahrt
dauerte insgesamt viele Stunden, trotzdem war die Stimmung gut, weil sich alle
auf die bevorstehende Woche freuten.
Am Montag begann unser erster richtiger Tag mit Programm in Marseille. Nach dem Frühstück starteten wir mit einer Rallye durch die Innenstadt. Dabei erkundeten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten und lernten die Stadt besser kennen. Unter anderem besuchten wir die Kirche Cathédrale Sainte-Marie-Majeure de Marseille und lösten dort verschiedene Aufgaben. Zudem sollten wir an unterschiedlichen Orten Besonderheiten finden, zum Beispiel eine tierische Statue. Dadurch lernten wir die Stadt auf eine ganz andere Art kennen und mussten zum Teil etwas genauer hinschauen.
Da wir als Politik-Leistungskurs mit mehreren Französisch-Kursen unterwegs waren, hatten wir zusätzlich noch einen besonderen Arbeitsauftrag. Während der Rallye sollten wir politische Graffitis und Sticker suchen, diese fotografieren und ihre inhaltlichen Aussagen analysieren. Unsere
Gruppe entdeckte zum Beispiel die Schriftzüge „Macron Explosion“ und „Racist Lives Don’t Matter“. „Macron Explosion“ ist der Titel eines Electro-Protestliedes und kann daher auch als Anspielung auf dieses verstanden werden. Es richtet sich gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und zeigt, dass manche Menschen mit seiner Politik sehr unzufrieden sind. Der Spruch „Racist Lives Don’t Matter“ richtet sich gegen rassistische Einstellungen und soll verdeutlichen, dass Rassismus und rassistische Ideologien keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft haben sollten. Gleichzeitig handelt es sich um eine provokative Umkehrung des Slogans „Black Lives Matter“, die bewusst polarisiert und unterschiedlich interpretiert werden kann.
Da die Botschaften auch aus der Perspektive der Personen erklärt werden sollten, die sie geschrieben oder geklebt haben könnten, musste man sich viel intensiver mit den verschiedenen politischen Ansichten beschäftigen und überlegen, warum Menschen solche Botschaften öffentlich machen. Natürlich machten wir auch Fotos von den Stickern und Graffitis, damit sich später der ganze Politik-Kurs die verschiedenen Beispiele anschauen und gemeinsam darüber sprechen konnte.
Es wurde deutlich, dass Politik nicht nur in Parlamenten stattfindet, sondern mitten im Alltag einer Stadt sichtbar wird.
Nach der Rallye blieb noch Zeit, Marseille selbständig zu erkunden. Wir machten Fotos, liefen durch die Altstadt und konnten die besondere Atmosphäre vor Ort sehr
genießen. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Essen und ließen den Tag entspannt ausklingen.
Am Dienstag klingelte der Wecker wieder früh. Nach dem Frühstück machten wir
uns gemeinsam auf den Weg zum Stadtstrand. Viele von uns waren das erste Mal in Frankreich am Meer. Das Wetter war schön und etliche gingen direkt ins Wasser. Es war schön, einfach gemeinsam Zeit am Meer zu verbringen und sich vom vielen Laufen ein wenig zu erholen. Gleichzeitig nutzten wir den Tag auch, um uns auf unsere Präsentationen vorzubereiten, die Vorträge gemeinsam zu üben und letzte Änderungen vorzunehmen. Das war sehr hilfreich, weil wir uns gegenseitig noch Tipps geben konnten. Danach blieb aber noch genügend Zeit zum Schwimmen und Entspannen.
Nach unserer Rückkehr hatten wir Freizeit, bevor wir uns am Abend wieder zum gemeinsamen Essen trafen.
Der Mittwoch war der politische Schwerpunkt unserer Kursfahrt. Gemeinsam gingen wir in einen Park, um dort unsere Präsentationen zu halten. In kleinen Gruppen stellten wir verschiedene politische Themen vor und erklärten sie anhand von Beispielen aus Frankreich. Es war eine ganz besondere Erfahrung, eine Präsentationen nicht im Klassenraum, sondern im Freien zu halten. Wir erfuhren dabei auch viel über Bildung und die Bildungssysteme in Frankreich und in Deutschland und bestimmte regionale Besonderheiten.
Nach jeder Präsentation wurden Fragen gestellt und gemeinsam diskutiert. Nach den Präsentationen nutzten viele die Zeit, um Marseille weiter zu erkunden, Souvenirs zu kaufen oder einfach mit Freunden durch die Stadt zu laufen. Am Abend trafen wir uns wieder gemeinsam zum Essen und erzählten uns von unseren Erlebnissen. Danach konnten wir noch einmal den Sonnenuntergang am Meer genießen.
Am Donnerstag machten wir einen Ausflug zu den Calanques. Der Weg dorthin war zwar ziemlich lang und teilweise anstrengend, aber am Ende lohnte sich die Wanderung auf jeden Fall. Das Wasser war glasklar und türkis, die Felsen waren beeindruckend und die Natur einfach wunderschön. Die meisten gingen noch einmal schwimmen, andere genossen einfach den tollen Ausblick. Für viele von uns war dieser Tag das Highlight der ganzen Fahrt.
Dann hieß es leider Abschied nehmen. Nach dem Frühstück am Freitag checkten
wir aus und machten uns mit dem Zug und gepackten Koffern wieder auf den Weg nach Berlin. Die Rückreise war lang, so hatten wir genug Zeit, um zu spielen und über unsere Erlebnisse auf der Kursfahrt zu sprechen.
Rückblickend war unsere Reise nach Marseille viel mehr als nur eine normale
Klassenfahrt. Wir lernten nicht nur eine neue Stadt kennen, sondern erlebten auch
hautnah, wie Politik im Alltag stattfindet. Sie begegnet uns auf der Straße, zeigt sich in der Geschichte einer Stadt und wird in den Meinungen der Menschen sichtbar.
Gleichzeitig hatten wir eine tolle gemeinsame Zeit, konnten das Meer genießen und viele neue Eindrücke sammeln. Genau diese Mischung aus Politik, Kultur und Freizeit machte die Woche in Marseille zu einer unvergesslichen schulischen Erfahrung.
News
Politik zwischen Palmen und Graffiti. Passt das überhaupt zusammen? Genau das wollten wir auf unserer Kursfahrt mehr
Am Freitag, den 5. Juni 2026, zeigte das Ensemble des Deutschen Theaters Berlin im Rahmen mehr
Am Montagmorgen startete die Klasse 7c bereits lange vor Unterrichtsbeginn zu einer Exkursion in den mehr
Am Freitag, den 23.05. 2025, besuchte der WPF-Kurs GEWI des 9. Jahrgangs den Bundestag im mehr
Am 19.02.2025 fand an unserer Schule als Projekt zur politischen Bildung die Juniorwahl statt. Parallel mehr
Am Mittwoch hatten wir die einmalige Gelegenheit, einen ganz besonderen Gast bei uns in der mehr
Zur Unterrichtsreihe „Leben in der DDR“ befasste sich die Klasse 10d zunächst in einer Gruppenarbeit mehr
Die 8a besuchte am Montag den Deutschen Bundestag und konnte dabei das gesamte Gebäude kennenlernen. mehr
Die Klasse 10d nutzte im Rahmen des Politikunterrichts die jährlichen Schulkinowochen und sah sich den mehr
Die Q3-Politikwissenschaft Grund- und Leistungskurse besuchten das Europäische Haus am Brandenburger Tor und führten ein mehr
Gestern, am letzten Schultag vor den Herbstferien, machte sich der Grundkurs PW-C der 11. Klassen mehr
Am frühen Montagmorgen versammelten sich 31 reisehungrige Oberstufenschüler:innen mit großem Gepäck vor der Schule, um mehr
Im Rahmen des Unterrichts der Q3 führten die beiden Grundkurse PW unter Anleitung und Begleitung mehr
Am 17.12.2021 hatte der Grundkurs Q1 in Politik Gelegenheit an einem Social Justice-Workshop zum Thema mehr
Am 25.11.2021 nahm der Grundkurs Politik Q1 von Frau Lützenkirchen an einem ganztägigen Betzavta-Workshop teil. mehr
Am 17. September 2021 fand auch bei uns am ASG die Juniorwahl statt, welche Kindern mehr
Der Einstieg in das Semesterthema Globalisierung im Q4 begann konventionell mit einer Textarbeit. Am Beispiel mehr
Am Donnerstag, den 29. Oktober führten die PW Grundkurse von Frau Michel und Frau Schubert mehr
Im Rahmen eines Besuchs der parlamentshistorischen Ausstellung im Deutschen Dom, wo auf sehr anschauliche Weise mehr





