>Die unsichtbare Schule< Eine Ausstellung vom LK Kunst
06.07.2026, Kunst
Wie sieht eine Schule im 21. Jahrhundert aus? Und wie können wir sie fotografisch abbilden? Mit diesen Fragen begann unser Semesterprojekt „Die unsichtbare Schule des 21. Jahrhunderts“. Ausgangspunkt unseres Projekts war die Idee, die oft übersehenen Orte und Beziehungen unseres Schulalltags sichtbar zu machen. Auf den ersten Blick besteht die Schule aus Klassenzimmern, Fluren oder Fachräumen. Doch erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass Schule von vielen unscheinbaren Räumen, Routinen und Begegnungen geprãgt wird, die den Alltag ebenso bestimmen wie der Unterricht selbst. Unser Ziel war es, genau diese „unsichtbare Schule“ zu dokumentieren. Dabei knūpft unser Projekt an August Sanders Fotoprojekt „Menschen des 20. Jahrhunderts“ an und überträgt dessen Idee in unsere Gegenwart. Während Sander Menschen seiner Zeit porträtierte und dadurch ein Bild der Gesellschaft schuf, wollten wir unsere Schule im 21. Jahrhundert porträtieren. Nicht nur die Lehrkräfte standen dabei im Mittelpunkt, sondern auch die Räume, mit denen sie verbunden sind, und die Geschichten, Erinnerungen und Stimmungen, die diese Orte ausmachen. Im Laufe des Projekts haben wir erfahren, welche Möglichkeiten Fotografie bietet, Unsichtbares sichtbar zu machen. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass gute Dokumentarfotografie weit mehr bedeutet, als nur auf den Auslöser zu drücken. Es erfordert Eigeninitiative, Verantwortung und Vertrauen. Viele Termine mussten außerhalb der Unterrichtszeit organisiert werden, wir mussten Absprachen mit den Lehrkräften treffen und ihr Vertrauen gewinnen, sodass authentische Aufnahmen entstehen konnten. Dadurch haben wir nicht nur fotografische und gestalterische Fähigkeiten entwickelt, sondern auch gelernt, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung für unsere Arbeit zu übernehmen. Natürlich brachte das Projekt auch Herausforderungen mit sich. Nicht jede Idee ließ sich umsetzen, einige Räume oder Situationen konnten nur eingeschränkt fotografiert werden, und es war nicht immer einfach, die Atmosphäre eines Ortes in einem einzigen Bild festzuhalten. Uns wurde bewusst, dass Fotografie die Wirklichkeit nie vollständig zeigen kann, sondern immer nur einen bestimmten Blick darauf vermittelt. Dennoch sind wir mit dem Ergebnis unseres Semesterprojekts sehr zufrieden. Die entstandenen Fotografien zeigen unterschiedliche Perspektiven auf unsere Schule und machen deutlich, dass Schule weit mehr ist als nur Unterricht. Wir hoffen, dass diese Ausstellung und Publikation dazu einlãdt, unsere Schule mit neuen Augen zu betrachten und auch die Orte und Beziehungen wahrzunehmen, die im Alltag oft unsichtbar bleiben.
Die gleichnamige Ausstellung vom Kunst LK (Leitung: Herr Sanchez- Galeano) wurde beim Sommerfest feierlich eröffnet und ist ab sofort in der Kunstetage, im NG 3.OG, zu sehen.
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