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< 5. Sprachförderung>

Inhaltsverzeichnis

  1. Albert Schweitzer Gymnasium
  2. Leitbild
  3. Bestandsaufnahme
  4. Zielsetzungen und Maßnahmen
  5. Sprachförderung
  6. Schulinterne Evaluation
  7. Schul- und Hausordnung
  8. Ordnung für den Sportunterricht / Turnhallenordnung

Förderung der Lernenden durch
gezielte DaZ – Maßnahnahmen


Die integrative Sprachförderung im Klassenverband der Regelklasse wird in den verschiedenen thematischen Lernfeldern täglich praktiziert und muss stets neu ins Bewusstsein gerufen werden, denn jeder Unterricht ist auch Deutschunterricht. Der hohe Anteil von Lernenden nichtdeutscher Herkunftssprache an unserer Schule fordert spezielle Zielsetzungen:

  • Hauptziel ist die Erhöhung der Bildungsbeteiligung und somit das Erreichen des Abiturs als Grundlage gesellschaftlicher Partizipation.
  • Die ASS garantiert hoch qualifizierten Unterricht zur Vertiefung der Sprachkenntnisse als entscheidende Kompetenz für die Bildungskarriere.
  • Die angemessene Entwicklung der mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeit erhält Priorität.


Aufgrund der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen braucht jeder Lernende eine angemessene sprachliche und pädagogische Förderung (Sprachstanderfassung Anfang 7. Klasse nach den Kriterien: Lesekompetenz, Sprachwissen, Schreiben).

Der DaZ – Unterricht kann somit differenziert durchgeführt werden. Er hat eine Schlüsselfunktion, die Leitlinien durchziehen die kontinuierliche Arbeit im Fachbereich Deutsch. Hier gibt es vor allem folgende Lernfelder, die durch regelmäßige Diagnostik lebensnah modifiziert werden:

  • Signalthemen
  • Kerninhalte
  • Lesekompetenz
  • syntaktische Mittel
  • Schülerorientiertheit

Vertiefend und erweiternd gehören dazu das sachliche Orientierungswissen, das adressatengerechte Verhalten, die Medien- und Textkompetenz und die Arbeit an der verbesserungswürdigen Beherrschung von Arbeitstechniken, Argumentationsstrategien und Präsentationsformen, die geübt werden, damit die jeweiligen Abschlussqualifikationen erreicht werden können ( Jahresfortgang, MSA, Abitur). Ausgangspunkt ist dabei immer der konkrete Entwicklungsstand des Lernenden, die Orientierung erfolgt an den Kompetenzstufen.
Der Unterricht bietet den Lernenden auch die Möglichkeit, ihr sprachliches und kulturelles Vorwissen einzubringen und den Unterricht so hinsichtlich seiner interkulturellen Dimension zu bereichern. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich, dass transfertaugliche Kenntnisse über Struktur und Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache gewonnen werden. Den Lernenden wird die erfolgreiche Teilnahme am DaZ – Unterricht auf dem Zeugnis bescheinigt.
Um erfolgreich zu sein, ist die enge Zusammenarbeit der Lehrenden unerlässlich, damit auch mit dem Fachunterricht sinnvoll kooperiert werden kann (z.B. Erstellen von Dateien). Ebenso wichtig ist die regelmäßige Fortbildung der Lehrenden in diesem komplexen Bereich. Die Lehrkräfte leiten zum eigenverantwortlichen und selbstständigen Lernen an, wobei in überschaubaren Gruppen immer eng an die Lebenswelt der Lernenden angeknüpft werden kann.
Die Steigerung der individuellen Sprachkompetenz wird durch die verstärkte Entwicklung von Schlüsselqualifikationen im Förderunterricht möglich.


5.1 Projekt DaZ in der 7.Jahrgangsstufe

5.1.2 Situationsanalyse

An der Albert-Schweitzer-Schule werden in jedem Jahr zwischen 100 und 120 Schülerinnen und Schüler in vier 7. Klassen neu aufgenommen. In den letzten Jahren fand häufig die Zusammenlegung auf drei 7. Klassen nach dem Probehalbjahr statt, weil zwischen 20 und 30 Schülern/Schülerinnen die Probezeit nicht bestanden hatten und somit die Schule verlassen mussten.

Die beiden häufigsten Ursachen für das Scheitern der Schüler/Schülerinnen waren und sind:

  • Viele Schüler/Schülerinnen versuchen mit Haupt- und Realschulempfehlungen die Probezeit auf dem Gymnasium zu bestehen.
  • Der hohe Anteil von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund und mit großen Defiziten in der deutschen Sprache führt zu einem Scheitern der Probezeit, weil die Schüler aufgrund der Sprachdefizite häufig dem Unterricht nicht folgen können.

Die veränderten Rahmenbedingungen im sozialen Umfeld der Schule,- an einem Nordneuköllner Gymnasium erfordern ein Umdenken im Bereich der Sprachförderung.


5.1.3 Probezeit mit gezielter Sprachförderung

Zielformulierung:
Unterstützung der Schüler beim erfolgreichen Bestehen der Probezeit durch Sprachförderung Nach einer Sprachstandsermittlung sollen differenzierte Maßnahmen im Rahmen des DaZ-Unterrichts und mit Hilfe des Methodentrainings durchgeführt werden. Dabei sollen verstärkt die beiden Fächer Mathematik und Biologie berücksichtigt werden.


5.1.4 Planung

Dieses Projekt soll zum ersten Mal im Probehalbjahr 2006/2007 durchgeführt werden. Vor den Sommerferien 2006:

  • Der Deutschfachbereich entwickelt bis zu den Sommerferien einen für unsere Schule geeigneten Sprachstandstest.
  • Die Fachbereiche Biologie und Mathematik setzen sich mit dem Deutschfachbereich in Verbindung, um für die Fächer Deutsch, Biologie und Mathematik ein Konzept für den DaZ-Unterricht zu erstellen.
  • Die Schulleitung plant einen entsprechenden Lehrereinsatz für das neue Schuljahr 2006/2007 (Unterrichtsverteilung).
  • Für den DaZ-Unterricht im 1. Halbjahr der 7. Klassen werden 16 Stunden be-nötigt, 8x Deutsch, 4x Biologie, 4x Mathematik.
  • Alle Kollegen und Kolleginnen nehmen an einer Fortbildung Methodentraining teil.

Nach den Sommerferien 2006:

  • Ende August (in der 2./3. Schulwoche) wird der Sprachstandstest in allen 7. Klassen parallel durchgeführt und ausgewertet.
  • Im September wird für die 7. Klassen eine Woche lang Methodentraining stattfinden.
  • Die DaZ-Stunden werden so verteilt, dass jeder Schüler/jede Schülerin 1x in der Woche DaZ/Deutschunterricht hat und 1x in der Woche bis zu den Herbstferien DaZ/Mathematik- bzw. DaZ/Biologieunterricht. Nach den Ferien werden dann die Gruppen gewechselt.
  • Im Januar, vor dem Ende der Probezeit, wird der Sprachstandstest wiederholt und ausgewertet und am Ende der Probezeit werden diese Ergebnisse mit dem Gelingen oder Scheitern der Probezeit in Beziehung gesetzt, d. h., es findet eine Evaluation statt.


5.1.5 Aktion/Durchführung

Die das Projekt tragenden Fachlehrkräfte haben ihre Bereitschaft an der Mitgestaltung dieses Projekt erklärt. Die Schulleitung ist dabei, die Unterrichtsverteilung und Stundenplanung so zu gestalten, dass dieses Projekt sinnvoll durchgeführt werden kann. Ein Methodentraining für alle Kollegen und Kolleginnen hat bereits stattgefunden.


5.1.6 Evaluation/Bewertung

Eine Bewertung wird am Ende der Probezeit im Januar 2007 stattfinden.

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