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< 6. Schulinterne Evaluation >

Inhaltsverzeichnis

  1. Albert Schweitzer Gymnasium
  2. Leitbild
  3. Bestandsaufnahme
  4. Zielsetzungen und Maßnahmen
  5. Sprachförderung
  6. Schulinterne Evaluation
  7. Schul- und Hausordnung
  8. Ordnung für den Sportunterricht / Turnhallenordnung

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung schulischer Prozesse

Der Bereich der schulinternen Evaluation einzelner Aktivitäten ist „Neuland“ für die Berliner Schule und somit auch für das Kollegium der Albert-Schweitzer-Schule. Selbstverständlich stehen die Lehrkräfte auch weiterhin für die Qualität ihres Unter-richts ein; darüber hinaus wird eine angemessene Vergleichbarkeit auf der Fachbe-reichsebene vor allem hinsichtlich der Leistungsmessung und Notengebung angestrebt. Eine nachhaltige Qualitätsentwicklung auf allen Ebenen der Schularbeit erfordert aufgrund vielfältiger Bedürfnisse, Ansprüche und Erwartungen seitens der Schüler, Lehrer und Eltern sowie des staatlichen Bildungsträgers aber eine tiefer gehende und kontinuierliche Überprüfung der einzelnen schulischen Aktivitäten. Erwartungen müssen durch eine genaue Zielsetzung konkretisiert werden, Indikatoren (Qualitätskriterien) bestimmt und alle Inhaltsbereiche der Datenerhebung (Variablen) festgelegt werden. Anschließend werden Verfahren und Instrumente ausgewählt, um aussagekräftige Daten zu erheben, die sich an den zuvor festgelegten Indikatoren orientieren. Die Rückmeldung von Ergebnissen an die befragten Zielgruppen sowie eine ange-messene Präsentation für alle beteiligten Gruppen führt in der weiteren Diskussion zu neuen Erwartungen, für die wiederum Ziele formuliert, Daten erhoben und bewertet werden können. Konsequenzen für das schulische Handeln (z. B. Unterricht bevorzugt in Doppelstunden aufgrund einer methodischen Neuausrichtung, gezieltes Training von Präsentationen auf jeder Jahrgangsstufe, etc.) können in enger Zusammenarbeit mit der Schulprogrammentwicklung abgeleitet werden. Alle Kolleginnen und Kollegen nehmen über die Fachbereichsebene an der Auswahl und der Konkretisierung von Evaluationszielen teil und werden an der Durchführung des Evaluationsprozesses beteiligt. In die Gremienentscheidung der Schulkonferenz fließen die Vorstellungen der Schüler und ihrer Eltern - vorbereitet durch entsprechende Arbeitsgruppen – in die Planung von Entwicklungsvorhaben zur internen Evaluation ein. Bis zur Erstellung des ersten Berichts der internen Evaluation ( Frühjahr 2008) sollen drei Vorhaben durchgeführt werden:

  • Fragebogen „MSA / Prüfung in besonderer Form und Übergang in die gymnasiale Oberstufe“ (Querschnittsvergleich der parallelen 10. Klassen zweier Jahrgänge)
  • Lernstandserhebung 7. Klassen (neue Stundentafel, neue Rahmenlehrpläne „Abitur nach 12 Jahren“ / Längsschnittsvergleich mit drei Zeitpunkten, davon zwei im Probehalbjahr in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik)
  • E-Phase / Vergleich der neu eingerichteten 11. Klasse für Haupt- und Realschüler mit MSA und Empfehlung für die gymnasiale Oberstufe mit den „gewachsenen“ Klassen (Aspekt Methoden- und Unterrichtsentwicklung)


Glossar

Evaluation:

  • systematische, zweckgerichtete Untersuchung des Wertes von Aktivitäten (Beispiele schulischer Qualitätsbereiche, die untersucht werden: Unterricht / Methodenentwicklung, Professionalität der Lehrkräfte / Schulklima / Außenbeziehungen)
  • Auswertung empirisch gewonnener Daten

Zielsetzung:

  • Formulierung des Erkenntnisbedarfs unter Berücksichtigung aller schulischen Gremien

Indikator:

  • Qualitätskriterium (z.B. bestimmte Kennzahlen, Normen oder Ergebnisse vergleichbarer Untersuchungen)

Variable:

  • Inhaltsbereiche eines Befragungspunktes innerhalb der Befragung

Instrument:

  • Verfahren zur Datenerhebung, z.B. Fragebogen, Interview

Rückmeldung / Präsentation:

  • mit PC-Programmen (z.B. Excel), formatierte Wiedergabe der erhobenen Daten

Beispiel der Qualitätsentwicklung zum Thema „Schulordnung / Verspätungen“:

  1. Ziel: Die Anzahl der Verspätungen im Unterricht soll verringert werden.
  2. Indikator: Zeugniseintrag Verspätungen
  3. Variable: Klassenstufe / Anzahl der Verspätungen pro Halbjahr
  4. Instrument: Meldebogen des Klassenlehrers
  5. Rückmeldung: Eltern- / Schülergespräch
  6. Konsequenz: Abschließen des Schulgebäudes um 8.00 Uhr (bis 8.30 Uhr)

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