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Inhaltsverzeichnis

  1. Albert Schweitzer Gymnasium
  2. Leitbild
  3. Bestandsaufnahme
  4. Zielsetzungen und Maßnahmen
  5. Sprachförderung
  6. Schulinterne Evaluation
  7. Schul- und Hausordnung
  8. Ordnung für den Sportunterricht / Turnhallenordnung

Präambel

Das Leitmotiv des Namensgebers unserer Schule, Albert Schweitzer (1875 – 1965), bestimmt unser Handeln:


„Ehrfurcht vor dem Leben“


Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler erziehen zu Menschen, die Respekt haben vor sich selbst, vor ihren Mitmenschen, vor geistigen Inhalten, vor ihrer Umwelt. Wir orientieren uns dabei an Albert Schweitzers Bild vom Ich: „Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen nicht Sicherheiten … Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln ... Ich bin das Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“


2.1 Werteorientierung

Die grundlegende Haltung aller an der Albert-Schweitzer-Schule am schulischen Leben Beteiligten ist die Werteorientierung an den Ideen des aufgeklärten Humanismus. Verstöße dagegen werden nicht toleriert, sondern sanktioniert. Die Selbstintegration und die Integration jedes Einzelnen (Lernende, Lehrende, Eltern) in diese Wertegemeinschaft ist uns Verpflichtung. Für uns ist es somit selbstverständlich, niemanden auf Grund seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seiner religiösen Anschauung und seines Glaubens, seiner politischen Haltung zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Das gleichzeitige Bekenntnis zur eigenen Lebenswelt und zur Weltoffenheit stellt keinen Widerspruch dar. Das Bekenntnis zu einer Religionsgemeinschaft oder anderen Vereinigungen wird von allen geachtet. Das Leben nach deren Regeln und Gebräuchen darf nicht zu ungesetzlichen Störungen bzw. Fehlzeiten im Unterricht führen sowie zu keiner Einschränkung der aktiven Teilnahme am Unterrichtsgeschehen inner - und außerhalb der Schule. Jeder akzeptiert und hält sich an die von der staatlichen Schulaufsicht und den schulischen Gremien gefassten Beschlüsse.


2.2 Weltverstehen und Weltverständnis

Das Verständnis für Abläufe und Vorgänge in einer globalisierten Welt fördert das Weltverstehen und das Weltverständnis. In unserer Schule mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund nutzen wir die vielfältigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur interessanten Gestaltung des schulischen Lebens. Unsere Schule fühlt sich mit allen Beteiligten als Teil Neuköllns, Berlins, Europas und der Welt. Daher sind wir einer offenen Schule verpflichtet und bereit, Initiativen anzuneh-men und unterschiedliche Institutionen als Gäste zu begrüßen, um einen offenen Dialog und effizienten Informationsaustausch innerhalb und außerhalb mit ihnen zu führen. Dazu gehören Aktivitäten wie:

  • Exkursionen
  • Projektunterricht
  • Firmenbesichtigungen
  • Praktika
  • Austausch
  • Partnerschulen

Unsere Schule strebt eine langfristige und fruchtbare Zusammenarbeit bei Projekten und Partnerschaften mit unterschiedlichen Organisationen (z.B. EPIZ, Neuköllner Oper) an.


2.3 Wissensvermittlung und Persönlichkeitsentwicklung

Diese Schwerpunkte stehen gleichberechtigt im Mittelpunkt des pädagogischen Geschehens, d.h., Wissen soll, wo immer möglich, nicht vor Erfahrung und Erlernen nicht vor Erleben stehen. Im Verständnis Albert Schweitzers lernen wir mit allen Sinnen (mit dem Geist, mit dem Herz und mit den Händen). Dies wird ermöglicht durch Methodenvielfalt im Unterricht, die die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Weise qualifiziert, selbstständig zu forschen und Neues zu entdecken, eigene konkrete Erfahrungen zu machen, ihren individuellen Fähigkeiten gemäß differenziert zu lernen und im partnerschaftlichen Miteinander Eigen- und Mitverantwortung zu übernehmen. Die Schule setzt sich stetig ein für eine moderne Ausstattung, insbesondere auch im Bereich der elektronischen Medien, die im Unterricht sinnvoll zum Einsatz kommen. Räume für außerunterrichtliche Aktivitäten (z.B. für Bewegungsübungen und Spiele) sollen geschaffen werden. Diese Aktivitäten (z.B. in Freizeitgruppen, Schülerfirmen, bei der Schülerzeitung, in der Mediationsgruppe) sollen, wenn möglich, von Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich organisiert werden.


2.4 Zusammenarbeit und Kooperation

Wir entwickeln Aktivitäten im schulischen Leben, die die Identifikation mit den Lerninhalten und mit deren Vermittlung an der Albert-Schweitzer-Schule ermöglichen. Wir bemühen uns auf allen Ebenen darum, dass ein Bezug zum sozialen Umfeld der Schülerinnen und Schüler hergestellt werden kann. Dazu gehören:

  • Unterricht
  • Fördermaßnahmen (Hausaufgabenhilfe, Mercatorprojekt)
  • Schulfeste
  • Besuch von Theater-, Film-, und Musikveranstaltungen
  • Eltern- und Schülerforen
  • Arbeitsgemeinschaften (Sport, Musik, Fotolabor etc.)

2.5 Methoden- und Kompetenztraining

Wir erkunden und benennen Potenziale von Schülerinnen / Schülern, Lehrerinnen / Lehrern und Eltern, entwickeln Methoden zur Diagnostizierung von Stärken und Schwächen aller am schulischen Leben Beteiligter. Methodentraining für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer befähigt diese, effizienter zu lernen und zu lehren, u.a. durch Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Phasen der Entspannung und Konzentration, durch Schaffung von Bewegungsfreiräumen und ein dementsprechendes Zeitmanagement. Individuelle Stärken werden gefördert in verschiedenen Bereichen:

  • Wissenskompetenz (insb. in den Sprachen, Naturwissenschaften)
  • Methodenkompetenz (insb. Arbeitstechniken zur Förderung der Lern- und Leistungsfähigkeit)
  • Kreative Kompetenzen (insb. in bildender Kunst und Musik)
  • Soziale Kompetenzen (insb. im Sport, bei Aktivitäten inner- und außerhalb der Schule)

Ziel ist die Selbstverantwortlichkeit aller Beteiligten durch Entwicklung des Selbstbewusstseins aller Lernenden und die daraus resultierende aktive Handlungsfähigkeit.


2.6 Informations- und Kommunikationskultur

Wir gewährleisten kontinuierliche Transparenz über unsere Arbeit nach innen und außen. Das betrifft vor allem:

  • und Ziele des Unterrichts
  • die Organisation des Unterrichts und der Lerngruppen
  • die Kriterien der Beurteilung
  • die Verwendung des Schulbudgets

Dabei pflegen wir eine von Konflikt- und Teamfähigkeit getragene Gesprächskultur, die es zu halten und zu entwickeln gilt. Es soll an der Albert-Schweitzer-Schule eine Atmosphäre der Offenheit herrschen, der Angstfreiheit, der Gewaltfreiheit. Streitigkeiten werden durch gegenseitige Hilfeleistung rasch beigelegt und ohne nachtragendes Verhalten behoben (z.B. durch freiwillige Mediation, durch Kooperationsverträge o.ä.). Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern gehen respektvoll miteinander um, lernen den Umgang mit unbeabsichtigten Fehlern und mit Kritik. Konflikten soll bereits im Ansatz begegnet werden; an ihrer Lösung ist prinzipiell Ziel gewaltfrei zu arbeiten. Ziel ist ein friedliches Miteinander bei konsequenter Entwicklung der Gesprächs– und Streitkultur (verbale Konfliktlösung).


2.7 Schulische Traditionen

Die Albert-Schweitzer-Schule steht heute in der Nachfolge einer fast 100 Jahre zurückliegenden Schulgründung. Im Rahmen von Unterrichtsprojekten und Schülerarbeiten lädt dies zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Gebäudes und seines Architekten ein, ebenso zur Beschäftigung mit der Schulgeschichte. Hierbei sind unterschiedliche Herangehensweisen und Blickwinkel vorstellbar. Vergangenes spiegelt sich wider in Philosophie, Literatur, Architektur, darstellender Kunst, Musik, aber auch im Umgang der Menschen mit Umwelt und Natur oder in der Bedeutung, die sie dem Sport beimessen.
Traditionelle Höhepunkte im Schuljahr sind:

  • Begrüßung der neuen 7.Klassen
  • Theateraufführungen und musikalische Darbietungen
  • Tag der Offenen Tür
  • Verabschiedung der Abiturienten
  • Mittel- und Oberstufenparty
  • Schulfest

Die Besinnung auf langjährige Traditionen ermöglicht neue Perspektiven im Hinblick auf die Einbindung der Albert-Schweitzer-Schule in das Stadtteilmanagement „Flughafenstraße“ und zielt auf eine Öffnung des Hauses hin zum Bezirk mit seinen vielfältigen Einrichtungen in Politik, Kunst, Kultur und Sport.

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