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1. Albert-Schweitzer-Gymnasium >

Inhaltsverzeichnis

  1. Albert Schweitzer Gymnasium
  2. Leitbild
  3. Bestandsaufnahme
  4. Zielsetzungen und Maßnahmen
  5. Sprachförderung
  6. Schulinterne Evaluation
  7. Schul- und Hausordnung
  8. Ordnung für den Sportunterricht / Turnhallenordnung

Rahmenbedingungen und Umfeld / Schulprofil – Schulform

Die Albert-Schweitzer-Schule geht auf die Gründung der Städtischen Höheren Mädchenschule Rixdorf am 21. Oktober 1907 zurück. Im Jahr 2007 wird das 100-jährige Bestehen der Schulgründung gefeiert. Der Jugendstilbau wurde entworfen und gebaut von Reinhold Kiehl (Architekt und Stadtbaurat). Am 14. Januar 1953 wurde die Schule nach ihrem heutigen Namensgeber, Albert Schweitzer, benannt, der seine ausdrückliche Zustimmung zu dieser Namensgebung erteilte.


1.1 Pädagogische Struktur

Die Albert-Schweitzer-Schule ist ein Gymnasium mit einem bisher 7-jährigen Ausbildungsgang, der sich ab dem Schuljahr 2006/07 aufwachsend auf sechs Jahre verkürzt. Der Übertritt aus der Grundschule erfolgt nach der 6.Jahrgangsstufe. Ab dem Schuljahr 2006 / 07 nimmt die Albert-Schweitzer-Schule als einziges Gymnasium in Neukölln Schülerinnen und Schüler aus der Realschule und der Hauptschule mit Empfehlung für die gymnasiale Oberstufe auf, auch wenn sie bisher nur in einer Fremdsprache unterrichtet wurden. Ab der 7.Klasse kann wahlweise Französisch oder Spanisch als 2. Fremdsprache gewählt werden. Weitere Schwerpunkte des Schulprofils sind die Fachbereiche Kunst und auch Musik, die durch vielfältige Kooperationen mit innerschulischen (fächerübergreifend z.B. Darstellendes Spiel und Deutsch) und außerschulischen Partnern insb. das interkulturelle Verständnis und den Zugang zu unterschiedlichen Kunst- und Kulturfeldern fördern sollen. Die Naturwissenschaften legen ihr Gewicht auf den schülerorientierten Experimentalunterricht und fördern die Schüler in ihrem Bestreben, selbstständig zu forschen und zu eigenständigen Lösungen zu finden. Die Teilnahme an Wettbewerben und Arbeitsgemeinschaften wird gefördert. Eine große und moderne Dreifachturnhalle legt nahe, den Sportunterricht und eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften (Fußball, Basketball, Turnen, aber auch Eislaufen außerhalb der Schule) zu den Stärken des Schulprofils zu zählen. In den 10. Klassen finden Berufspraktika für alle Schüler/innen statt, die sorgsam (bereits beginnend in Klasse 9) in den Unterricht eingebunden sind und vor- und nachbereitet werden. Die jetzige Größe der Schule bietet mit ihrem Angebot an Unterrichtsfächern (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch in einer AG, Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Geographie, Geschichte, Politikwissenschaften, Kunst, Musik, Sport, Ethik, ev. und kath. Religion) und weiteren Arbeitsgemeinschaften vielfältige Lernmöglichkeiten. Im Wahlpflichtbereich ab Klasse 9 und im Kurssystem der Oberstufe besteht ein differenziertes und individuelles Angebot von Kursen, auch gewährleistet durch die Kooperation mit drei befreundeten Nachbargymnasien (Ernst-Abbe-, Albrecht-Dürer- und Fritz-Karsen-Schule). Unsere Schule ermöglicht eine persönliche Betreuung der Schüler/innen und eine direkte Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Schülern, was gefördert wird durch z.T. relativ kleine Klassen und Kurse.


1.2 Erreichbare Abschlüsse

  • nach Klasse 9 (einfacher Hauptschulabschluss)
  • Abschluss nach Klasse 10 (erweiterter Hauptschulabschluss)
  • Abschluss nach Klasse 10 (mittlerer Schulabschluss, mittlerer Schulabschluss mit Berechtigung zum Eintritt in die gymnasiale Oberstufe, Fachoberschulreife)
  • Abschluss nach Klasse 11 und 12 (Fachhochschulreife)
  • Abschluss nach Klasse 13, zukünftig nach Klasse 12 (Allgemeine Hoch-schulreife - Abitur)


1.3 Schulisches Umfeld

Die Albert-Schweitzer-Schule ist ein Gymnasium im Norden Neuköllns an der belebten Karl-Marx-Straße unweit des Hermannplatzes. Sie grenzt an den Friedhof der St. Jacobi-Gemeinde und leidet dadurch kaum unter Stadt- und Straßenlärm. Im Norden Neuköllns, geprägt durch einen stetig zunehmenden Anteil von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund und derzeit hoher Arbeitslosigkeit, wohnen mehr als 60% der Schülerschaft.


1.4 Schülerzahlen / Soziale Struktur

Die Albert-Schweitzer-Schule besuchen derzeit ca. 440 Schülerinnen und Schüler. Davon ca. 80 % (mit steigender Tendenz) mit Migrationshintergrund und nichtdeutscher Herkunftssprache, überwiegend aus der Türkei, aber auch aus arabischen, asiatischen und mittel-/osteuropäischen Ländern.


1.5 Personal

Das Lehrerkollegium besteht aus derzeit 34 Lehrkräften, die mit ihren Lehrbefähigungen die Bandbreite des gymnasialen Fächerangebots abdecken. Eine Sekretärin arbeitet in der Schulverwaltung, um das Schulgebäude kümmert sich ein Hausmeister.


1.6 Räumliche und sächliche Ausstattung

Der Albert-Schweitzer-Schule stehen in Haupt- und Nebengebäude insgesamt 46 Fachräume zur Verfügung, darunter spezielle Fachräume für die Naturwissenschaften, für Kunst/Werken und Musik sowie eine große, moderne Dreifachturnhalle und die kleine (alte) Turnhalle. Daneben gibt es eine privatwirtschaftlich betriebene Cafetería mit angrenzendem Aufenthaltsraum, der u.U. als Essensraum für eine Mittagsverköstigung der Sek I- Schüler/innen dienen kann. Die Aula mit 200 Plätzen (Festbestuhlung) bietet mit ihrer modernen Audioanlage Gelegenheit zur Durchführung verschiedener schulinterner Veranstaltungen sowie für Sprech- und Musikveranstaltungen in Kooperation mit außerschulischen Partnern. Die sächliche Ausstattung umfasst eine große Lehrbuch-, Primär-, und Sekundärliteratursammlung (ca. 30 000 Werke), eine Biologie-, Physik-, Chemiesammlung, die kontinuierlich ergänzt werden. Die Turnhallen verfügen über alle für den Sportunterricht und die Arbeitsgemeinschaften notwendigen Einrichtungen. Die Ausstattung mit elektronischen Medien wird stetig modernisiert und erweitert (derzeit stehen 24 Computerarbeitsplätze sowie 4 Beamer und Laptops für die Schülerinnen zur unterrichtlichen Verfügung). Die Vernetzung der Schule ist im Gange und soll l angfristig zur Ausstattung aller Fach- und Verwaltungsräume mit Internetzugang führen. Schulleitung, Sekretariat, Lehrerzimmer und Pädagogischer Koordinator verfügen über Computer und Internetzugang. Der bauliche Zustand des 1907 fertig gestellten Schulgebäudes bedarf permanenter Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Fassaden und an der Innenausstattung.


1.7 Kooperationen

Die Albert-Schweitzer-Schule kooperiert in der Kursphase der Oberstufe und im Wahlpflichtbereich mit der Ernst-Abbe-, der Albrecht-Dürer- und der Fritz-Karsen-Schule, um ein attraktives und vielfältiges Unterrichts- und Kursangebot zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Neukölln und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport ergibt sich aus der Aufgabe der Institutionen (Schulaufsicht, Verwaltung) und wird getragen von gegenseitigem Vertrauen und nachhaltiger Planungsarbeit. Mit außerschulischen Partnern aus unterschiedlichen Fachbereichen werden all-jährlich Projekte vereinbart (z.B. Workshops in Schauspiel- und Musiktheatern, Ki-nos, Atelierbesuche, Firmenbesichtigungen, Arbeit mit Künstlern und Institutionen, z.B. Rixdorfer Schmiede, EPIZ, Helene-Nathan-Bibliothek, Werkstatt der Kulturen, Quartiersmanagement etc.). Geplant sind Schulaustauschprogramme und Partnerschaften mit Schulen in der Türkei, im Spanisch sprechenden Raum, im Französisch sprechenden Raum, im Englisch sprechenden Raum Ebenfalls geplant ist eine Partnerschaft mit einer Grundschule in Neukölln (bereits im Aufbau: Zusammenarbeit mit der Schülerzeitung der Boddin-Grundschule).


1.8 Einbeziehung der Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Förderverein ist ein wichtiges Instrument der Schule bei der Bewältigung der vielen und unterschiedlichen Aufgaben. Mit den Elternvertretern werden regelmäßig Gespräche geführt über Vorhaben, Probleme, Schul- und Personalentwicklung. Ziel ist die regelmäßige Mitarbeit einer Vielzahl von Eltern bei schulischen Veranstaltungen und bei der Organisation.


1.9 Besonderheiten der Schule

Ab dem Schuljahr 2006/07 soll ein neuer Wochenstrukturplan aufwachsend ab Klasse 7 den Erfordernissen der neuen Stundentafeln und der neuen Rahmenpläne gerecht werden. Der Schulalltag wird in Phasen des Lernens, des Förderns, des Übens, der Entspannung unterteilt. Dies führt zu weniger Hektik im Tagesablauf und zu erhöhter Konzentration im Vor- und Nachmittagsunterricht. Der Unterricht wird überwiegend in Doppelstunden erteilt. Unterschiedliche, den Lerninhalten angepasste Lern- und Lehrmethoden können so besser ihre Anwendung finden, eine Verlagerung der Übungsphasen (z.B. Hausaufgaben) in die Schule ist zu großen Teilen möglich. Neben einer täglichen Studienzeit zum selbstständigen Forschen und Lernen (mit Wochenarbeitsaufträgen) wird eine Phase des Offenen Lernens (Klassenlehrerstunde) integriert, in der Zeit für die Erledigung gemeinschaftlicher Aufgaben zur Verfügung steht. In der großen Mittagspause gibt es die Gelegenheit zur Einnahme einer warmen Mahlzeit sowie betreute Angebote zur Entspannung. Am Nachmittag werden neben dem Pflichtunterricht Arbeitsgemeinschaften, Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung angeboten. Allgemeine Grundsätze für die Zusammenarbeit aller an der Schule Beteiligten sind in der Schul- und Hausordnung sowie in der Turnhallenordnung niedergelegt.


Wochenstrukturplan 2006/2007 Albert-Schweitzer-Schule (Gymnasium)

Musterbeispiel 7. Klasse  / inkl. Konzept „Betreute Mittagspause“

Zeit

Std.

MO

DI

MI

DO

FR

8.00 – 9.30

1.

De

E

Sp

F/S

Ku

2.

1. Pause (20 Min.)

  9.50 – 11.20

3.

Ma

Bi/Ph

F/S

ITG/Ek

De

4.

Betreute Mittagspause (45 Min.)

12.05 – 12.50

5.

StZ

Ge

StZ

Bi/Ph

StZ

12.55 – 14.25

6.

Ethik

Ma

E

7.

StZ

StZ

14.35 – 16.05

8.

Religion    Förderunterricht

Hausaufgabenhilfe

Mu

Sport

AG

9.


Musterbeispiel  8. - 11. Klasse  / inkl. Konzept „Doppelstunden“ (90 Min.)

Zeit

Std.

MO

DI

MI

DO

FR

8.00 – 9.30

1.

De

(Basis)

E

(Profil)

Sp

(Basis)

F/S

(Profil)

Ku

 

2.

1. Pause (30 Min.)

10.00 – 11.30

3.

Ma

Ch/Ph

F/S

Ek

De

4.

2. Pause (25 Min.)

11.55 – 13.25

5.

Mu

Ge

Ma

Ch/Ph

E

6.

3. Pause (15 Min.)

13.40 – 15.10

7.

(ev. weiterer Unterricht der E-Phase)

Religion    Förderunterricht

Hausaufgabenhilfe

Sport + AG

8.

15.15 – 16.45

9.

10.


Wochenstundentafel 2006/2007 Albert–Schweitzer–Schule (Gymnasium)

Unterrichtsfach

Jahrgangsstufen

7

8

9

10

Deutsch

4 / Teilung

4

4

4

Englisch

4

4

3

3

2.Fs (S/F)

4

4

3

3

Geschichte/So

2

2

2

2

Erdkunde

2 (nur 2.Hj.)

2

2

2

Ethik

2

2

2

2

Mathematik

4 / Teilung

4

4

4

Biologie

2 / Teilung

2 / Teilung

2 (1 x T)

2 (1 x T)

Chemie

-

2 / Teilung

2 (1 x T)

2 (1 x T)

Physik

2

-

2 (1 x T)

2 (1 x T)

ITG

2 (nur 1.Hj.)

(AG)

1(epochal)

WPF F/S AG

1(epochal)

WPF F/S AG

Musik

2

2

1(epochal)

1(epochal)

Bildende Kunst

2

2

1(epochal)

1(epochal)

Sport

3 (+ 1AG)

3 (+ 1AG)

3 (+ 1AG)

3 (+ 1AG)

Wahlpflichtfach

- Spanisch

- Französisch

- Bild. Kunst

- Naturwiss.

- Sport

-

-

 

3

3

2

2

2

 

3

3

2

2

2

gesamt

33

33

34

34


# Verzicht auf mögliches WPF 7.Klasse, dafür profilbildende Unterstützung der anderen Fächer
# Stärkung Englisch (Klasse 7 + 8) , E, Ma und De damit vierstündig
# ITG als Einführung 7. Klasse, 8. Klasse AG und 9. /10. epochal bei WPF Ku, NW oder Sp
# Ek im Wechsel mit ITG im 2. Hj. 7. Klasse (versetzungsrelevant) Ek wird in den Klassenstufen 8 – 10 zweistündig durchgeführt
# Naturwissenschaften werden mit Teilungsstunden ausgestattet (experi- mentelle Me-thode)
# Mu / Ku in der 8. Klasse zweistündig / epochal in 9 + 10
# Ku als Wahlpflichtfach

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